Für die einen ist es ein regelmäßig wiederkehrendes und notwendiges Übel, für die anderen ein wichtiger Bestandteil der Selbstverwirklichung – die Renovierung. Sie fällt bei Umzügen als Bestandteil nahezu aller Mietverträge an, außerdem ist sie per Gesetz alle paar Jahre vorgeschrieben, um den Werterhalt einer Wohnimmobilie zu sichern. Viele renovieren aber auch freiwillig: Wenn sich Geschmäcker, Bedürfnisse, oder auch die Einrichtungsgegenstände ändern und damit auch der Einrichtungsstil, werden Renovierungsarbeiten notwendig – mit dem Ziel ein einheitlicheres und stimmigeres Gesamtbild zu erzielen. Es ist dabei meist eine der wichtigsten Kernfragen, ob man seine Wohnung anstreichen oder tapezieren sollte. Die Antwort hängt meist von persönlichen Präferenzen ab, ist aber auch aus professioneller Sicht relevant. Tapeten setzen klare Akzente, während das Streichen mit Dispersionsfarbe sowohl erheblich schneller vonstatten geht, als auch deutlich günstiger ausfällt. Allerdings darf bei weitem nicht alles einfach so gestrichen werden. Insbesondere Wände, die nicht tapeziert sind, dürfen nur dann gestrichen werden, wenn zuvor eine entsprechende Grundierung aufgetragen wurde. Ansonsten stellt das Streichen einen Eingriff in die Bausubstanz dar – die meisten Mietverträge verbieten dies daher grundsätzlich. Wer dennoch streichen möchte, muss in der Regel also ohnehin tapezieren, sofern noch nicht geschehen. Vorteile der Tapete sind natürlich die deutlich höheren ästhetischen Aspekte. Insbesondere farbig gestrichene Wände, die nicht fachgerecht gestrichen wurden, wirken hinterher häufig konträr zum eigentlichen Vorhaben der Verschönerung. Doch auch wer tapeziert, insbesondere mit Mustertapeten, sollte seine Akzente wohl überlegt setzen. Generell spricht nichts dagegen, sich vorab vom Fachmann beraten zu lassen. Denn nicht alles, was man sich schön vorstellt, wird es am Ende auch sein.
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