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25.07.2009

Kachelöfen als Heizung und Warmwasserversorger

Heutzutage geht die Tendenz bei der Heiztechnik dahin, mit Feuer und Wasser ökonomisch zu heizen. Hier gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, wobei die Technik an die individuellen Lebensgewohnheiten des Einzelfalls angepasst werden kann. Thermische Sonnenkollektoren und Pelettmodule werden dabei in die Wärmeerzeugung zusätzlich eingebunden. Ist der Kachelofen als Heizung für das ganze Haus geplant, müssen Kesselleistung und Strahlungsanteil im Einzelfall genau abgeglichen werden. Wird die Hälfte des Hauses über das Heizwassersystem, wie Heizkörper oder Fußbodenheizung beheizt, so sollte der restliche Anteil oder mehr von einem Kachelofen geliefert werden. Bei alleiniger Beheizung eines Niedrigenergiehauses wird die Kesselleistung um 70% durch den Einbau eines Wärmetauschers erhöht.

Durch die Zuschaltung eines Heizwasserkessels stellt der Kachelofen eine wichtige Unterstützung zur Heizung dar. Dabei werden die Heizgase in die Kachelofenzüge geleitet oder durch den Einsatz eines Kesselwärmetauschers wird zusätzliches Wasser für den Pufferspeicher erzeugt. So können ungefähr 40% der Wärmemenge in zusätzliches Heizwasser umgewandelt werden. Mit Scheitholz befeuerte Kachelöfen können zusätzlich mit Pellets beheizt werden, dabei steht der Pelletbehälter bis zu zwei Meter von dem Feuerraum entfernt. Seine Grundfläche von 60×60 cm enthält die Brennstoffmenge für mehrere Tage, wobei die Pellets mittels einer Förderschnecke in den Kachelofenbrennraum gelangen. Ob mit Pellets geheizt werden soll wird durch eine spezielle Steuerung erkannt, eine automatische Zündung erleichtert die Bedienung. Durch das Einfügen eines Speicherkörpers in den Verkleidungsmantel kann die Wärmespeicherung des Ofens erhöht werden, die Wärmeabgabe wird dadurch stark verlängert. Die Ofenanlagen werden mit Kacheln verputzt oder verkleidet.

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