Nymphensittiche artgerecht halten
Nymphensittiche kommen, wie die in Deutschland sehr beliebten Wellensittiche, aus Australien und gehören ebenso zu den Papageien. Sie sind ca. 30 cm groß und haben ein graues Gefieder mit weißen Flügeldecken und einem orangen Wangenfleck. In ihrer Heimat leben sie in Schwärmen und lassen sich nur zur Brutzeit an einem festen Ort nieder. Ihre Nahrung besteht dort hauptsächlich aus halbreifen Gräsern, Hirsen und Weizen.
Da Nymphensittiche als weniger anspruchsvoll gelten, sind sie als Haustiere gern gesehen. Doch da sie wie erwähnt in Schwärmen leben, müssen sie mindestens zu zweit gehalten werden. Eine Einzelhaltung kann zu Verhaltensstörungen und Fehlprägungen führen. Die sonst ruhigen Vögel können somit zu Schreier oder sogar zu „Rupfer“ werden. Rupfer bedeutet, dass sie ihr Gefieder ausreißen und sich somit verstümmeln.
Ebenso wichtig für eine artgerechte Haltung ist ein großer Käfig. Am besten wäre eine Flugvoliere, da Nymphensittiche genug Freiflug brauchen um eine gute Kondition und Ausgeglichenheit beizubehalten. Die Sitzstangen für die Voliere kann man sich im Wald gut selbst zusammen suchen. Beispielsweise sind Äste von Buchen, Obstbäumen und Birken geeignet. Der Boden des Käfigs muss mit Sand oder Hanfstreu bedeckt werden und die Futter- und Napfbehälter sollten an Plätzen sein, die nicht schnell verschmutzt werden können – und über eine glasierte Tonschale freuen sich Nymphensittiche im Sommer besonders gern, da sie in dieser schön baden können. Aber man sollte bedenken, dass diese Tiere bis zu 30 Jahre alt werden können. Daher muss die Anschaffung auch eines noch so kleinen Tieres gut überlegt sein!